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Geschichte der Sammlung Heinz Kirchhoff „Symbole des Weiblichen“

Ende der 1950er Jahre erhielt Professor Kirchhoff seine erste Frauenfigur als Geschenk. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Objekte aus den verschiedensten Zeitepochen und den unterschiedlichsten Ländern der Erde durch Schenkung oder Ankauf hinzu. In der Vielfalt von weiblichen Symbolen und ihren unterschiedlichen Bedeutungen sah Prof. Heinz Kirchhoff seine Motivation zum weiteren Ausbau dieser Sammlung: „...eine Demonstration der Vielfalt historischer und globaler Beispiele von Wertschät-zung oder Verehrung des Weiblichen...“.

In den 60er Jahren bemühte er sich verstärkt um das Sammeln von bekannten Frau-endarstellungen aus großen Museen, vor allem aus der Ur- und Frühgeschichte. Da es zu dieser Zeit kaum die Möglichkeit gab, solche Stücke in Museumsläden zu erstehen, mussten die Kopien direkt von den Originalen hergestellt werden, was Museen äußerst ungern, selbst für hartnäckige Sammler wie Prof. Kirchhoff, taten. Ab den 70er Jahren nach seiner Emeritierung erweiterte sich die Sammlung um viele ethnologische Objekte, die er auf seinen zahlreichen Reisen selbst erstanden, aber auch auf Auktionen,von Antiquitätenhändlern und Privatsammlern erworben hat.

Während dieser Jahre war die Sammlung in einem Anbau der alten Frauenklinik Göttingen (der sogenannten „Baracke“) in der Humboldtallee untergebracht. In den 80er Jahren hatte sie mittlerweile einen solchen Umfang angenommen, dass der Platz dort kaum ausreichte, zudem stand der Umzug der Frauenklinik in das neugebaute Klinikum an der Robert-Kochstraße an. Neue Ausstellungsräume mussten gefunden werden.
In dieser Situation schenkte Prof. Kirchhoff im Jahr 1985 anlässlich seines 80.Geburtstages seine Sammlung der Universität Göttingen. Von 1986-1997 wurde sie im Institut für Völkerkunde in Göttingen am Theaterplatz(heute Institut für Ethnologie) gezeigt.

Ab 1987 konnte mit einer wissenschaftlichen Bearbeitung der Sammlung durch Mitarbeiter des Institutes begonnen werden. Prof. Kirchhoff selbst beschäftigte sich in dieser Zeit mit den unterschiedlichsten Teilaspekten seiner Sammlung, die nicht nur in seiner Ausstellung thematisiert wurden, sondern auch Ausdruck in zahlreichen Publikationen fanden.
1992 erstellte das Institut für den Wissenschaftlichen Film Göttingen(IWF) das Videoportrait „Muttergottheiten, Fruchtbarkeitssymbole und Mutterschaft. - Prof. Dr. Heinz Kirchhoff spricht über seine Sammlung.“.
1997 stellte sich wieder die Standortfrage, da das Institut die Räumlichkeiten für seine eigenen Sammlungen benötigte. Ein neuer Ausstellungsort wurde durch eine aktuell gegründete Initiativgruppe in der Kleinen Galerie des Universitätsklinikums Göttingen gefunden, wo in Vitrinen und hinter den grossen Glasscheiben der Patientenbibliothek etwa 200 Exponate der mittlerweile über 600 Objekte umfassenden Sammlung ausgestellt werden konnten.
Durch die anstehenden Umbauten im Klinikum mussten 2016 erneut neue Räume und Ausstellungsflächen gesucht werden.
Die Sammlung „Symbole des Weiblichen“ von Prof. Heinz Kirchhoff befindet sich nun seit Januar 2017 am Waldweg 26 in Göttingen.



Ehemalige Dauerausstellung im Klinikum